Sexstellungen, die Männer begeistern

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Klassisch, kreativ, akrobatisch – oder einfach nur realitätsfern? Willkommen im unergründlichen Dschungel der Sexstellungen, deren Auswahl ungefähr so vielfältig ist wie die Ausreden, warum man sie gerade heute nicht ausprobieren kann. Aber keine Panik: Wir erklären, welche Positionen tatsächlich für Begeisterung sorgen, wie man maximalen Genuss (und vielleicht auch ein bisschen Kontrolle) erreicht und wie selbst Bewegungsmuffel frischen Wind ins Schlafzimmer bringen – ganz ohne Yoga-Zertifikat.

Die klassische Mission: Missionarsstellung und andere Evergreens

Beginnen wir mit dem Elefanten im Raum – der Missionarsstellung. Sie wird von vielen belächelt, ist jedoch das Kartoffelpüree unter den Sexstellungen: solide, berechenbar und überraschend beliebt. Wer auf Abwechslung verzichten und lieber beim satten „Augen-in-Augen“ verweilen möchte, findet hier zweifellos seinen Seelenfrieden – oder auch den perfekten Ausgangspunkt für den nächsten Positionswechsel. Nicht zu unterschätzen: Die Klassiker wie Doggy Style, Reiterstellung und Löffelchen erfreuen sich dank unkomplizierter Handhabung und geringer Verletzungsgefahr größter Beliebtheit. Sie sind sozusagen die Jeans unter den Stellungen: passen immer, notfalls schnell gewechselt.

Für Mutige: Wenn Kreativität das Liebesleben aufmischt

Es gibt sie, diese legendären Abbildungen im Kamasutra, die aussehen, als würden Akrobaten mit gelenkigen Schlangen um die Wette tanzen. Doch während man noch versucht, die Füße am eigenen Kopf einzufädeln, stellt sich die Frage: Wer will das eigentlich? Klar, kreative Stellungen à la „Lotusblüte mit Sternenstaub“ versprechen Ekstase – meist aber nur spätestens nach dem dritten physiotherapeutischen Notfalleinsatz. Trotzdem: Mit ein wenig Mut und der Bereitschaft, das eine oder andere Körperteil wiederzufinden, eröffnen sich genussvolle Perspektiven. Einfach lieber vorher Matratze absichern und Fensterscheiben verschließen – für den Fall der Fälle.

Stellungen mit Aussicht: Kontrolle ist alles (oder nichts)

Jetzt betreten wir das Minenfeld der männlichen Eitelkeiten: Wer die Kontrolle nicht abgeben möchte, dem steht mit dem berühmten Doggy Style und Varianten wie der „Stehenden Ovation“ die Bühne offen. Hier darf man sich nach Herzenslust als Bestimmer inszenieren – oder wenigstens glauben, die Zügel in der Hand zu halten. Immerhin: Die Kontrolle über Rhythmus und Tiefe ermöglicht oft intensivere Höhepunkte, vorausgesetzt, niemand verliert unterwegs die Orientierung (oder das Gleichgewicht). Wer sich hingegen gern führen lässt, wechselt in die Reiterstellung: Frauen oben, Männer entspannt drunter – ein Wechsel, der nicht nur für die Fantasie, sondern auch für die Rückenmuskulatur Wunder wirkt.

Spaßfaktor und Abwechslung: Ideen, die wirklich begeistern

Abwechslung im Bett ist kein leeres Versprechen, sondern Notwendigkeit! Schon mal die „Kantenlage“ ausprobiert, bei der sich einer am Bettrand platziert, während der andere seiner Fantasie freien Lauf lässt? Wer ein Faible für Kopfarbeit hat, wird die 69er-Position lieben – neun von zehn Orthopäden raten zwar ab, aber was wissen die schon über Leidenschaft? Auch Seitenwechsel, spontane Positionswechsel oder das Einbauen kleiner Spielzeuge sorgen schnell für ein neues Level gemeinsamer Ekstase. Und alle, die sich vor komplizierten Figuren scheuen, können beruhigt aufatmen: Manchmal macht schon die Änderung des Winkels den Unterschied zwischen „nettem Abend“ und „unvergesslicher Nacht“.

Die große Illusion: Porno-Positionen im Praxistest

Bleibt noch die Frage aller Fragen: Muss man im echten Leben wirklich jede abgefahrene Porno-Stellung nachturnen? Die Antwort ist so einfach wie ernüchternd: Nein, muss man nicht. Es sei denn, man steht auf blaue Flecken und peinliche Krankenhausbesuche. Wer die berühmte „Helikopter-Stellung“ ausprobieren will, sollte vorher besser sein Testament aufsetzen. Fakt ist: Oft führen einfache, vertraute Positionen zu mehr Befriedigung als jede Verrenkung à la „Contortionist-Deluxe“ – ein Hoch auf Realismus und Beweglichkeit, so wie sie der Alltag hergibt.

Kommunikation: Der unterschätzte Schlüssel zum Erfolg

So verlockend es auch sein mag, still und heimlich das Repertoire zu erweitern – ein offenes Wort wirkt oft wahre Wunder. Ein kurzer Hinweis à la „Wollen wir mal die Sache mit dem Kissen ausprobieren?“ kann Wunder bewirken. Wer Wünsche, Vorlieben und etwaige Grenzen in Worte fasst, erzielt mehr, als das gefühlt zwölftausendste Sexstellungstutorial auf YouTube anzuschauen. Und mal ehrlich: Nichts ist peinlicher, als nach verrenktem Oberschenkel schweigend nebeneinander zu liegen und den Notarzt zu googlen.

Fehler, Fettnäpfchen und die Kunst zu genießen

Das größte Fettnäpfchen ist übrigens der Leistungsdruck. „Ich muss alles ausprobieren und sie muss dabei mindestens siebenmal den Sinn des Lebens finden!“ Locker bleiben. Sex soll schließlich Spaß machen – und keine olympische Disziplin werden. Man kann sich gerne inspirieren lassen, sollte aber stets daran denken: Im Zweifel gewinnt die Ehrlichkeit und der Humor, nicht der Drehwurm.

Am Ende bleibt eine simple Wahrheit: Es kommt nicht auf die Anzahl der Stellungen an, sondern darauf, was man gemeinsam daraus macht. Wer sich gegenseitig aufrichtig zuhört, Neues probiert und auch mal über die eigene Tollpatschigkeit lachen kann, hat automatisch mehr Sex-Appeal als jeder Tantra-Guru. Neugierig? Dann lieber ausprobieren, statt weiterzugoogeln – und wenn’s mal irgendwo zwickt: Lächeln, umdrehen, weitermachen. Das ist schließlich die wahre Meisterschaft im Schlafzimmer.

   

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