
Sex im Heißluftballon – denn auf dem Boden lieben kann ja jeder! Ein kalifornisches Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, den uralten Menschheitstraum vom Sex über den Wolken für Otto Normalverbraucher Wirklichkeit werden zu lassen. Klar, Hotelflure sind out, und Flugzeugtoiletten schon lange kein Geheimtipp mehr für experimentierfreudige Paare mit robustem Gleichgewichtssinn. Wer wirklich zu den Hochstaplern (im wahrsten Sinne des Wortes!) zählen will, der muss jetzt in den Ballon steigen – Romantik oder leichter Schwindel inklusive.
Champagner, Höhenluft und Bluetooth: Das Rundum-sorglos-Paket für Abenteuerlustige
Blättert man sich durch die Webseite von „Magical Adventures Balloon Rides“, trifft man zunächst auf die üblichen pseudoromantischen Angebote. Eine Ballonfahrt über Temeco, das Frühstück inklusive – nett, aber noch kein Grund, vor Freude den Sektkorken knallen zu lassen. Doch dann entdeckt das Auge das eigentliche Highlight: Den „Mile-High-Flight“. Die Teilnahmebedingungen? Offenbar robuste Gesundheit, Pioniergeist und wenig Skrupel, das eigene Bedürfnis nach Nervenkitzel auf die Spitze – beziehungsweise auf rund 1.000 Meter – zu treiben.
Für entspannte Stimmung sorgt nicht nur die beschauliche Weingegend, sondern auch eine Bluetooth-Box, mit der man zwischen Barry White und „Höhenangst für Anfänger“ wählen kann. Damit der Pilot keinen Schreck bekommt (und die Passagiere nicht versehentlich selbst zur Landung ansetzen), ist er diskret hinter einem Sichtschutz verborgen, trägt Kopfhörer und konzentriert sich angeblich auf das, was man so unter „Fliegen“ versteht.
Bettzeug nicht vergessen: Praktische Hinweise für den Ballon-Liebesakt
Wer hofft, dass Heißluftballonfirmen in Plüschdecken und Seidenkissen investieren, irrt. Die sind selbst zu holen – Abenteuer haben eben ihren Preis. Apropos: Für einen galanten Club-Eintritt werden 1.600 US-Dollar fällig (online gibt’s immerhin 200 Dollar Rabatt, schließlich ist Sparsamkeit ja sexy). Für jeden zusätzlichen Passagier werden faire 159 Dollar berechnet. Wer schon immer mal einen Dreier oder, für Fortgeschrittene, einen Gangbang in der Großraumgondel erleben wollte – bitte sehr, es wird schließlich niemand aus der Höhe geworfen. Nach erfolgreicher Landung winken dann nicht nur ein Champagnerfrühstück, sondern auch eine Anstecknadel und ein Zertifikat für den neuen Status. Instagram-Post inklusive, das versteht sich.
Sagenumwobene Höhenflüge: Die epische Geschichte des Mile-High-Clubs
Der wilde Traum vom Sex im Flugzeug ist ja eigentlich so alt wie die Luftfahrt selbst – vermutlich hatte schon Otto Lilienthal beim Gleitflug die ein oder andere geistige Höhenlage. Historisch belegt ist allerdings der US-Pilot Lawrence Sperry. Der testete 1916 die Autopilotfunktion mit einer Flugschülerin auf, sagen wir, ganz eigene Weise. Statt Kontrollleuchte gab’s Herzklopfen – während die Maschine über New York kreiste. Die Fortsetzung der Geschichte? Bald zogen abenteuerlustige Paare weltweit aufs Bordklo um – die Romantik zwischen Einwegseifenspender und Notfallflasche, was will man mehr?
Sogar die Prominenz weiß um den Reiz, der in zirkulierender Flugzeugluft und drohenden Turbulenzen liegt. Kim Kardashian beispielsweise erlebte ihren Beitritt nicht im Billigflieger, sondern – standesgemäß – im Privatjet. Alles andere wäre ja auch zu gewöhnlich.
Von schäbigen Klos zum Ballon-Chic: Endlich Gleichberechtigung am Himmel
Bislang schien das elitäre Vergnügen in luftiger Höhe vor allem Piloten mit Mission und Hollywoodstars vorbehalten. Doch das ändert sich dank des kalifornischen Unternehmens, das es endlich allen ermöglicht, mit dem nötigen Kleingeld den Titel „Mile-High-Club“-Mitglied an der Hausbar zu präsentieren. Wer schon immer der Nachbarschaft ein bisschen Hochmut zeigen wollte, kann sich nach der Rückkehr nicht nur ein schickes Abzeichen ans Revers heften, sondern sich beim Brunch auch noch subtil überlegen fühlen. Und seien wir ehrlich: Was sind schon 1.400 US-Dollar für das Gefühl, mal wirklich über den Dingen zu stehen?
Vielleicht werden in naher Zukunft weitere Abenteuer folgen: Bungeesex am Grand Canyon, Quickies auf der ISS, Kuscheln mit Koala im Helikopter – Hauptsache, exklusiv. Doch während sich der Alltag weiterhin am Boden abspielt, bleibt uns vorerst nur das Träumen – und die Erkenntnis, dass wahre Romantik manchmal eben eine Frage der Flughöhe und des Budgets ist. Die nächste Heißluftballonfahrt wird jedenfalls nie wieder die gleiche sein.
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