Dinge, die ein Mann selber erledigen sollte

Do it yourself für Männer

Natürlich kann man bei allem, was es so zu tun gibt, einen Fachmann anrufen und einbestellen, aber ein paar Dinge sollte ein Mann schon selber erledigen können. Mehr als schief gehen, kann’s ja nicht. Und denken Sie dran: Andere können es auch, wieso dann nicht Sie?

Am Auto: Autofahren klappt ganz gut? Dann sollte man auch das ein oder andere am Auto selber ausführen können. Wie zum Beispiel:

Batterie überbrücken: Wenn das Auto aufgrund einer leeren Batterie nicht mehr startet, hilft nur “Überbrücken”.  Hierfür braucht man: Ein zweites Auto mit der selben Batteriespannung (zum Beispiel 12V) und ein Überückungskabel / Starthilfekabel. Jetzt geht’s los: Zuerst beachten Sie auf jeden Fall die Hinweise in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs, da manchmal für manche Autos spezielle Hinweise gelten. Bei beiden Fahrzeugen wird der Motor abgestellt und der Gang rausgenommen und die Handbremse angezogen. Alle elektrischen Verbraucher des zu überbrückenden Fahrzeugs werden abgestellt. Das rote Kabel kommt bei beiden Batterien an den Pluspol. Zunächst klemmt man das rote Kabel an den Pluspol der leeren Batterie und und dann an den Pluspol der Spenderbatterie. Das schwarze Kabel kommt zunächst an den Minuspol der stromgebenden Batterie und wird dann auf der anderen Seite mit einem unlackierten Metallteil am besten am Motorblock des zu überbrückenden Autos verbunden; das schwarze Kabel kommt nicht an den Minuspol der leeren Batterie, da sich sonst Knallgase durch Funkenbildung entzünden könnten. Alle Kabel fest? Dann das Helferauto starten und danach das Auto mit der leeren Batterie anlassen. Jetzt noch die Kabel in umgekehrter Reihenfolge abklemmen.

Reifenwechsel: Ersten Gang einlegen und Handbremse anziehen; bei Automatik den Wählhebel auf “P”. Eventuell die Radkappe (wenn eine vorhanden ist) von der Felge ziehen. Mit dem Radkreuz die Radmuttern zunächst um eine Viertel Umdrehung lösen. Jetzt wird der Wagenheber an der korrekten Stelle des Unterbodens angesetzt. Beachten Sie hierfür auf jeden Fall die Sicherheitshinweise in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs. Jetzt wird das Fahrzeug angehoben, bis die erforderliche Montagehöhe erreicht ist, sprich, bis das Rad frei in der Luft steht. Nun werden die Radmuttern ganz abgeschraubt. Das Rad wird abgenommen und unter das Fahrzeug gelegt. Alufelgen können auf der Nabe ziemlich fest sitzen. Das neue Rad wird aufgesetzt und alle Radmuttern werden mit dem Radkreuz handfest angeschraubt, wobei man die gegenüberliegenden Muttern abwechselnd zuschraubt. Das Fahrzeug kann jetzt wieder abgelassen werden. Nun das Nachziehen mit dem erforderlichen Drehmoment, auch wieder über Kreuz.

Ölwechsel: Getriebe in den Leerlauf, bei Automatik auf “P”, und Handbremse anziehen. Den Motor für ca. 3 Minuten laufen lassen (Achtung: Nicht in geschlossenen Räumen natürlich), damit das Öl erwärmt und leichtläufiger wird und außerdem Schmutzpartikel aus dem Motor aufnimmt. Jetzt wird das Fahrzeug mittels Rampe oder Hebebühne angehoben; der Wagenheber reicht nicht aus. Und vergessen Sie irgendwelche Eigenbauten; da sind schon viele Unfälle passiert.

Jetzt Motor ausschalten und den Öldeckel im Motorraum öffnen. Danach am Unterboden des Autos die Ölablassschraube lösen. Vorher natürlich ein Gefäß drunterstellen, um das Altöl aufzunehmen. Achtung: Das Öl ist heiß! Nun warten, bis das gesamte Öl aus dem Auto gelaufen ist. Wenn das geschehen ist, wird die Unterseite der Ölwanne abgewischt und die neue Ölablassschraube mit neuem Dichtring (ohne zuviel Druck) hineingeschraubt. Jetzt kann von oben das neue Motoröl eingefüllt werden; natürlich sollte man vorher in Erfahrung bringen, welches und wieviel Öl laut Hersteller empfohlen wird. Das Öl nun langsam einfüllen und zwischendurch immer wieder mittels Ölmessstabs den Ölstand kontrollieren. Bedenken Sie auch, dass das Öl ein wenig Zeit braucht, bis es unten angekommen ist. Achtung: Zu viel Öl kann den Motor beschädigen! Jetzt wird der der Deckel auf den Öleinfüllstutzen geschraubt. In den letzten beiden Arbeitsschritten wird der Motor gestartet und geprüft, ob keine Warnlampe leuchtet. Nach ein paar Minuten Motorenlauf, sollte der Ölstand erneut geprüft werden, weil das Öl sich eventuell verteilt hat, muss eventuell nochmal Öl nachgefüllt werden.

Im Haushalt: Im Haushalt gibt es auch für einen echten Mann mehr zu tun, als sich um den Grill und den Weinkeller zu kümmern. Zum Beispiel:

Schraube mit Dübel in die Wand bohren: Das ist jetzt echt nicht so schwer. Zunächst hält man den Dübel an den Bohrer, dass man weiß, wie tief man bohren muss. Man setzt die Bohrmaschine mit Steinbohrer an der gewünschten Stelle an und bohrt einige Umdrehungen im Nicht-Schlagbohr-Modus vor. Erst jetzt schaltet man um auf den Schlagbohr-Modus der Bohrmaschine. Zügig und gerade gehalten das Loch bohren. Jetzt den Dübel einschieben und eventuell durch leichtes Klopfen versenken. Jetzt die Schraube eindrehen – fertig!

Lampe anschliessen: Am Ende einer jeden Leitung, die aus der Wand kommt, sind die drei Phasen-Kabel in einer Lüsterklemme befestigt. Die stromführende Phase L (schwarz oder braun), der Neutalleiter N (blau) und PE-Schutzleiter (gelb-grün). Bei Lampen, die isoliert sind, fehlt der Schutzleiter. Bevor man überhaupt mit irgendwas beginnt: Sicherhung raus. Und trotz deaktivierter Sicherung mit einem Elektroschraubendreher / Phasenprüfer arbeiten. Sicher ist sicher. Die Kabelenden an der Lampe werden nun abisoliert um ca. 5mm und in die Lüsterklemmen nach Farben (das blaue Kabel zum blauen Kabel, das braune zum braunen, etc.) eingefügt und festgeschraubt. Fertig!