Die Wiener Schule und die Mailänder Schule

Kaffee-Liebhabern sollten diese beiden Schulen etwas sagen

Noch nie gehört? Macht nichts! So geht es Vielen. Wer jetzt aber hier an Gymnasium, Mädcheninternat oder Berufschule denkt, der ist auf dem ganz falschen Dampfer. Es geht nämlich um Kaffee. Die Kaffeekultur in Europa wird überwiegend in die beiden Schulen, nämlich die Wiener Schule und die Mailänder Schule aufgeteilt. Wobei “Schule” nichts mit der eigentlichen Schule zu tun hat, sondern mit Schule als Kultur, so wie bei dem Ausdruck “Alte Schule” es gemeint ist.

Italien gegen Österreich also. Obwohl zu damaliger Zeit die Grenzen da noch nicht so stark gezogen waren. Stichpunkt: Lombardo-Venetien. Mailand und Wien haben Vieles gemeinsam und vieles findet sich in ähnlicher Form in beiden Kulturen. Man denke nur an das Wiener Schnitzel, was ja eigentlich aus Mailand … aber wieder zurück zum Kaffee, denn um den geht es ja in diesem Artikel.

  • In Wien trinkt man gerne den “kleinen Schwarzen”, was in Mailand einfach der “Espresso” ist.
  • Ein “großer Schwarzer” ist einfach ein Doppelter davon in einer Tasse, in Italien der “Espresso Doppio”
  • Der “Kleine Braune” ist ein Espresso mit Milch, den die Italiener bekanntlich “Espresso Macchiato” nennen
  • Der “Große Braune” ist ein doppelter Espresso mit Milch, also bei den Italiener ein “Cappuccino”
  • Die XXL-Version davon ist in Wien der “Melange” und in Mailand der “Latte Macchiato” oder in anderen Gegenden auch der “Caffe Latte”

Und dann gibt es in Wiener Kaffeehäusern noch Spezialitäten wie den Einspänner oder den Obermayer. Am besten einfach mal beim nächsten Besuch in Wien und in Mailand alle Kaffeesorten mal durchprobieren.

 

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