Carrom: Die Mutter des Billards

Carrom: Die Mutter des Billards

Carrom: Die Mutter des Billards. Billard kommt ja eigentlich aus Frankreich, hat seinen Ursprung aber bei den Briten. Besser gesagt bei den britischen Kolonialherren, die es aus dem indischen Spiel “Carrom” entwickelt haben. Carrom gibt es heute in Indien immer noch und hin wieder sieht man ein Carrom-Brett auch hierzulande im Angebot. Ein tolles Spiel und eine exklusive Geschenkidee für denjenigen, der eigentlich schon alles hat und man nie weiß was man ihm schenken soll.

Laut Wikipedia wird Carrom auch oft als Fingerbillard bezeichnet. In der Schweiz kennt man es unter “Carambole”. Es ist ein Brettspiel und gleichzeitig ein Geschicklichkeitsspiel entweder für 2 oder 4 Personen. Es stammt vom indischen Subkontinent und ist Volkssport in Indien, Pakistan, Bangladesch und Sri Lanka, außerdem in Afghanistan, Burma und Nepal verbreitet. Wann und wo genau das Spiel entstand, ist nicht 100%ig sicher. Carrom soll von indischen Maharadschas erfunden worden sein.

Die Spielfläche des Carrom-Bretts ist aus furniertem Holz und ist mit seiner Größe 74 x 74 cm quadratisch. Die Spielsteine sind aus Holz (9 weiße Steine, 9 schwarze Steine und 1 roter Stein, welcher “Queen” genannt wird) und haben ein Gewicht von ca. 5g. Geschossen wird mit dem Striker, dem Schussstein, der 12 bis 15 g wiegt. Insgesamt erinnern die Spielsteine ein wenig an unsere Steine, die man beim Mühle-Spiel verwendet. Auf dem Carrom-Board wird feinkörniges Pulver verstreut, damit die Steine leichter gleiten und zu schieben sind.

Carrom: Die Mutter des Billards

Ziel eines Spiels ist es, mit dem Striker alle neun Steine der eigenen Farbe in den Ecklöchern des Spielbrettes zu versenken. Der Striker wird dafür beliebig auf die Grundlinie im eigenen Viertel gelegt, wobei beide Linien berührt oder der rote Punkt ganz bedeckt werden müssen. Der Striker wird nun gegen die Spielsteine geschnippt, wobei auch gegnerische Steine direkt angespielt bzw. berührt werden können. Wird kein eigener Stein versenkt, ist der Gegner am Zug.

Der Sieger eines Spiels erhält so viele Punkte wie Steine des Gegners sich in der Anzahl noch auf dem Board befinden. Hat der Sieger die Queen gespielt und direkt darauf einen weiteren seiner Steine versenkt, erhält er zusätzlich 3 Punkte oben drauf. Ende des Spiels ist, wenn ein Spieler 25 Punkte erreicht hat bzw. spätestens nach 8 Boards.

In Indien und den Nachbarländern Afghanistan, Pakistan, Bangladesch, Sri Lanka, etc. findet man Carromspieler täglich im Straßenbild von Städten und Dörfern, wie man sie in Frankreich vom Boule-Spielen her kennt oder in Italien vom Bocchia. Carrom gilt als Sport(art) und seit 1924 (!) werden in Indien Meisterschaften ausgetragen; seit dem Jahr 1956 werden internationale Turniere ausgetragen.

Mittlerweile seit den 80er Jahren findet das Spiel mehr und mehr Anhänger in Europa und Nordamerika. Mittlerweile wird Carrom weltweit gespielt. In Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Schweiz, Spanien und Tschechien gibt es Carrom-Verbände oder -Vereinigungen. In Deutschland finden regelmäßig Carrom-Meisterschaften und regionale Turniere statt. In Deutschland gibt es auch mehrere Carrom-Vereine, die alle im Deutschen Carrom Verband (DCV) organisiert sind. Im Jahr 1998 wurde zum ersten Mal in Deutschlands Hauptstadt Berlin eine Europameisterschaft veranstaltet. Carrom: Die Mutter des Billards

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