Frauen verführen will gelernt sein

Ein paar Tipps, wie es mit der nächsten Verfüührung besser klappt

Wenn man als Verkäufer auf Verkaufsschulungen und Verkäufer-Workshops unterwegs ist, hört man viele Tipps und Tricks, wie man besser und mehr und schneller verkaufen kann. “Seien Sie stark” zum Beispiel, weil Kunden nur von starken Verkäufern kaufen würden. “Seien Sie authentisch”, weil ein Kunde sofort merken würde, wenn man es nicht sein sollte. “Stellen Sie sich den Kunden in Unterwäsche vor”, das würde den Respekt oder die Ehrfurcht oder letztendlich einfach die Angst vor dem Kunden schmälern.

Irgendwie ist eine Frau anzusprechen, kennenzulernen und letztendlich zu verführen auch ein wenig wie Verkauf. Quasi die Kaltakquise, die man beherrschen muss, damit es mit dem Absch(l)uss passt.

Jetzt sagen sicherlich viele Männer, was das hier soll. Man weiß doch schon alles darüber und es klappt doch ganz gut mit dem “Ladies an Land ziehen”. Aber einfach mal ein paar Tipps durchzulesen, hat noch niemandem geschadet. Und wer weiß!? Vielleicht erkennen Sie ja den ein oder anderen Kniff, den Sie bereits anwenden, oder aber (noch) nicht anwenden und auf ihre 2-do-list setzen.

Stark sein: Frauen mögen keine Weicheier. Das zauberwort heisst Selbstvertrauen. Frauen mögen echte Männer, die wissen was sie wollen. Ein Mann, der sich ein Pferd halten will, sollte es auch reiten können. So einfach ist das. Also seien Sie stark. Angelina Jolie ließ es uns in ihrer Rolle der Diva “Elise” in “Der Tourist” wissen. Auf Frank Tupalos (gespielt von Johnny Depp) Frage “Gehen Sie mit mir essen?” antwortet Sie kühl: “Frauen mögen keine Fragen”. Auf die nächste, etwas umformulierte Frage, antwortet sie nur mit “Schon wieder eine Frage!”. Bis Frank letztendlich sagt: “Ich werde jetzt in den Speisewagen gehen und würde mich freuen, wenn Sie mich begleiten.”. Und schwupp-di-wupps verbindet er mit der Traumfrau in Richtung Speisewagen. Da soll doch nochmal jemand sagen, dass Fernsehen nicht bilden würde.

Stark aussehen: Fangen wir erstmal mit der Körperhaltung an. Aufrecht stehen, Brust raus, Schulterblätter zusammen. Aber nicht wie ein Gardeoffizier. Auch in puncto Kleidung: Lässig, sportlich, elegant. Jeans, Hemd und Sakko – dazu chice Schnürer; geht immer.

Ansprechen: Prinzipiell sollte man beim Ansprechen schon wissen, was man will. Will man eine Freundin, eine Beziehung, so sollte man ehrlich und man selber sein. Denn alles Hochgestapelte fällt einem sonst irgendwann auf die Füße. Sucht man nur etwas für eine Nacht oder für ein einmaliges Treffen, kann man ruhig der sein, der man gerne wäre, aber nicht ist; weil man sich ja irgendwann eh nicht wieder sieht. Wenn die Frage, was man will, dann irgendwann geklärt ist, ist der beste Satz das Girl der Begierde anzusprechen mit “Hallo, mein Name ist …”. Sprechen Sie deutlich und nicht zu leise. Aber auch nicht zu laut, weil dann schreien Sie. Wenn es zu laut zum Reden ist, gehen Sie mit ihr wohin, wo man sich besser unterhalten kann.

Tacheles: Manchmal muss man auch nicht groß um den heißen Brei herumreden. Frauen sind emanzipiert. Man(n) kann auch einfach mal vorschlagen, dass man gerne mit ihr heimfahren möchte, um Sex zu haben. Vielleicht kassieren Sie hin und wieder mal ein Nein und im schlimmsten Fall eine Ohrfeige, aber sicher auch das ein oder andere Mal mit einer Zustimmung. Ach so: Am besten machen Sie den Vorschlag aber nicht gleich nach dem Satz “Hallo, mein Name ist …”, sondern ein paar Sätze später.

Humorvoll sein: Frauen mögen Humor. Und besonders gut finden es Frauen, wenn man über sich selber lachen kann. Selbstironie ist super, gepaart  it entsprechend Selbstvertrauen, aber darüber haben wir es ja weiter oben bereits gehabt. Aber Achtung: Frauen mögen Humor, aber keine Clowns. Frauen mögen mit einem lachen, wollen aber nicht dass man über sie lacht. Übrung macht den Meister.

Richtig auswählen: Nicht jeder bekommt die Ballkönigin. Und wenn ja, stellt sich heraus, dass die Ballkönigin gar nicht so die Traumfrau war, wie man vorher dachte. Also schauen Sie sich vorher um. Manchmal sind des nicht die auffälligsten Typen von Frau, mit denen man die besten Stunden, Tage, Monate oder sogar Jahre verbringt.

Body-Talk: Nichts sagt so viel über paarungswillige und paarungsbereite Männer und Frauen aus, wie die Körpersprache. Ohne Worte Signale senden ist noch so la la auf der Schwierigkeitsskala; verstehen ist die Kunst. Wenn sie Sie immer wieder mal zu Ihnen rüberschaut, sie immer etwas länger anschaut und sogar (auch nur beim Vorbeigehen vielleicht) “gaaaaaanz zufällig” (ja, klar) berührt, so ist das schon einmal ein ganz gutes Zeichen.

Am Ball bleiben: Wird es beim ersten Mal nichts, dann vielleicht beim zweiten oder dritten oder vierten Mal. Irgendwann sieht die Frau Ihrer Begierde Sie eventuell aus einem anderen Blickwinkel. Oder sie findet was an Ihnen, was ihr vorher (noch) nicht aufgefallen war. Beharrlichkeit ist hier das Keyword. Aber Vorsicht: Verwechseln Sie es nicht mit Stalking. Das findet keine Frau gut, ist absolut nicht zielführend und bringt nur Ärger.

Aufmerksamkeiten: Frauen mögen Blumen. Ob als Strauß, in der Box, einzeln, oder… oder… oder… Lassen Sie Blumen sprechen. Besonders mag eine Frau Blumen, wenn sie mit ihnen überrascht wird. Wenn also der Blumenbote am Arbeitsplatz einen Blumenstrauß vorbeibringt, oder es die Mitbewohnerin oder die Nachbarin mitbekommt. Frauen mögen auch Geschenke. Das ist so. Frauen wollen aber nicht gekauft werden.

Benehmen: Frauen mögen Benehmen und Umgangsformen, und eine nivellierte Sprache. Jetzt muss man sich zwar nicht benehmen wie ein britischer Lord und sprechen wie ein Angesandter des Königshauses. Aber das Sakko umhängen, wenn sie friert. Den Schirm halten, wenn regnet. Ihr aus dem Mantel helfen. Ihr mit der Hand aus dem Auto helfen. Kleinigkeiten, die eine Frau beeindruckt.

Mit ihr ausgehen: Wenn Sie mit ihr ausgehen ist eins klar: Sie bezahlen. Auch wenn sie was anderes sagt. Sie bezahlen. Und wenn sie darauf beharrt, sagen Sie ihr, dass sie nächstes bezahlen darf. Weil wir wissen ja: Tomorrow never comes! Wenn das mal geklärt ist, ist die Frage nach dem “Wohin?”. Frauen mögen beeindruckt werden. Eine Vernissage und anschließend in eine Bar. In ein luxuriöses Restaurant, auf ein Event oder in ein Spielcasino.

Reden: Frauen mögen Reden. Wenn sie reden. Sie dürfen ihr auch mal zustimmen. Prinzipiell mögen Frauen aber, wenn sie selber reden dürfen und können. Was Frauen nicht mögen sind Großmäuler, Besserwisser und Angeber. Also halten Sie sich zurück und stapeln Sie lieber tief. Fallen Sie ihr nicht ins Wort. Wenn Sie was sagen, beeindrucken Sie sie nicht mit dem was Sie sagen, sondern wie Sie es sagen.

Übrigens: Wenn Sie ihr in die Augen schauen, merken Sie sich ihre Augenfarbe. Irgendwann fragt sie Sie danach. Und dann “müssen” Sie sie kennen. Und wenn sie nicht fragt? Dann rückt Sie ein Satz wie “Mir gefallen Deine grünen Augen so sehr an Dir!” ins rechte Licht.

Eine Abfuhr kassieren: Das muss man lässig machen. Einen Korb pariert man souverän. Es ist schon vorgekommen, dass Frauen vom Kassieren der Abfuhr erst Interesse an dem Mann entwickelt haben. Seien Sie auch hier humorvoll, aber nicht albern oder komisch. Mit “smart” trifft es wohl am besten. Wenn Sie Ihnen sagt “Ich habe kein Interesse an einer Unterhaltung”, so sagen Sie “Alles klar. Wenn Du eh nur meinen Körper willst, bist Du bei mir nicht richtig. Ich bin kein Mann für eine Nacht!”. Wenn Sie Ihnen sagt: “Das ist mein Freund”, sagen Sie: “Verstehe. Aber Du gefällst mir deutlich besser.”

Ansonsten gilt einfach üben, üben, üben. Übung macht den Meister. Und es ist ja bekanntlich noch kein Meister vom… Sie wissen schon!